PZH — Psychotherapeutisches Zentrum Hamburg
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Diagnostik für Erwachsene ab 18

ADHS- und Autismus-Diagnostik für Erwachsene in Hamburg

Immer mehr Erwachsene fragen sich, ob innere Unruhe, Reizoffenheit, soziale Erschöpfung oder chronische Überforderung eine neurodivergente Ursache haben. Wir schaffen Klarheit — differenziert, wissenschaftlich fundiert und ohne Druck.

Wann eine Abklärung sinnvoll ist

Sie müssen nicht sicher sein, dass „etwas vorliegt", um sich zu melden. Der Verdacht genügt. Häufige Anlässe sind:

  • Chronische Konzentrationsprobleme, Aufmerksamkeits- oder Organisationsschwierigkeiten
  • Impulsivität, emotionale Reizbarkeit oder das Gefühl ständiger Reizüberflutung
  • Soziale Unsicherheiten, Rückzug, Schwierigkeiten im Umgang mit Nähe und Distanz
  • Berufliche oder private Überforderung trotz hohem Engagement
  • Rückmeldungen aus dem Umfeld wie „zu sensibel", „anders", „immer unter Strom"
  • Ein länger bestehender Verdacht auf ADHS oder Autismus, der nie abgeklärt wurde

Sie sind nicht zu alt dafür. Viele Menschen kommen erst mit 30, 40 oder 50 zu uns — oft, weil ein Kind diagnostiziert wurde und ihnen dabei die eigene Geschichte auffiel, oder weil Kompensationsstrategien nach Jahren nicht mehr tragen. Eine späte Diagnose ist keine verpasste Diagnose.

Zwei Wege — einer beginnt hier

Unser Vorgehen

  1. Anamnese und Erstgespräch

    Detaillierte Erfassung Ihrer Lebensgeschichte, Ihrer Symptome und bisherigen Erfahrungen.

  2. Fragebögen und Testverfahren

    Standardisierte Verfahren, digital und im Interview erhoben.

  3. Fremdanamnese

    Sofern möglich beziehen wir Angehörige ein, um den Verlauf seit Kindheit und Jugend einzuordnen.

  4. Differenzialdiagnostik

    Abgrenzung zu anderen psychischen oder neurologischen Störungsbildern.

  5. Auswertung und Rückmeldung

    Ausführliches Gespräch, schriftlicher Befund und Beratung zu den nächsten Schritten.

Warum zu uns

  • Spezialisierung auf Neurodivergenz: erfahrene Fachtherapeut*innen mit entsprechender Zusatzausbildung
  • Einfühlsamer, transparenter Prozess mit Raum für Ihre Fragen — Sie erfahren jederzeit, was gerade warum passiert
  • Therapeutisch angebunden: Auf Wunsch schließt sich direkt bei uns eine passende Psychotherapie an
  • Diskretion und Datenschutz: Alles, was Sie uns anvertrauen, bleibt vertraulich
  • Online und vor Ort — je nachdem, was für Sie machbar ist

Erst einmal sortieren?

Wenn Ihnen der Schritt zur Anmeldung noch zu groß ist, können Sie mit einer kurzen Selbsteinschätzung anfangen. Sie ist anonym, wird sofort ausgewertet und nichts davon wird gespeichert. Sie ersetzt keine Diagnose — aber sie gibt Ihrer Wahrnehmung Worte.

Zur Selbsteinschätzung

Gut zu wissen

Eine Diagnostik ist ergebnisoffen. Es kann herauskommen, dass eine ADHS oder eine Autismus-Spektrum-Störung vorliegt. Es kann aber genauso gut herauskommen, dass Ihre Beschwerden eine andere Ursache haben — eine Depression, eine Angststörung, eine Traumafolgestörung, eine Schlafstörung oder eine Überlastungssituation, die jeden Menschen irgendwann einholen würde.

Auch das ist ein wertvolles Ergebnis. Denn es führt zu der Behandlung, die Ihnen tatsächlich hilft, statt zu der, die Sie vermutet hatten.

Häufige Fragen

Häufige Fragen zur Diagnostik

Wie läuft eine ADHS- oder Autismus-Diagnostik im PZH ab?

In mehreren Schritten, die wir auf Ihre Fragestellung zuschneiden. Am Anfang steht ein ausführliches Anamnesegespräch zu Ihrer Lebensgeschichte, Ihren Beschwerden und Ihren bisherigen Erfahrungen. Es folgen standardisierte Fragebögen und Testverfahren, die wir digital und im Interview erheben. Wenn möglich, beziehen wir eine Fremdanamnese ein, also Angehörige oder Bezugspersonen, um den Verlauf seit Kindheit und Jugend einzuordnen. Danach grenzen wir differenzialdiagnostisch gegen andere psychische oder neurologische Störungsbilder ab. Zum Schluss besprechen wir die Ergebnisse ausführlich mit Ihnen und Sie erhalten einen schriftlichen Befund samt Beratung zu möglichen nächsten Schritten.

Ab welchem Alter diagnostizieren Sie?

Ausschließlich bei Erwachsenen ab 18 Jahren. Kinder und Jugendliche diagnostizieren wir nicht.

Wie lange dauert die Diagnostik?

Das hängt von Ihrer Fragestellung und davon ab, wie viele Termine nötig sind. Eine Diagnostik ist kein einzelner Termin, sondern ein Prozess über mehrere Sitzungen. Den konkreten Rahmen besprechen wir im Erstgespräch mit Ihnen.

Zahlt die Krankenkasse die Diagnostik?

Bei privaten Krankenversicherungen und der Beihilfe werden die Kosten in der Regel vollständig übernommen, wenn eine medizinische Indikation vorliegt. Bei der gesetzlichen Krankenversicherung ist eine Kostenübernahme unter bestimmten Voraussetzungen teilweise oder vollständig möglich — insbesondere dann, wenn die Diagnostik im Rahmen einer psychotherapeutischen Behandlung bei uns erfolgt. Als Selbstzahler:in können Sie die Diagnostik ebenfalls in Anspruch nehmen; die Konditionen erläutern wir Ihnen vorab transparent und unverbindlich.

Wozu brauche ich überhaupt eine Diagnose?

Das entscheiden Sie. Eine formale Diagnose hilft, wenn Sie Klarheit für sich selbst suchen, wenn sie Voraussetzung für eine Therapie oder ein Coaching ist, wenn Sie Nachteilsausgleiche geltend machen möchten — oder schlicht, um sich selbst besser zu verstehen und anzunehmen. Manche Menschen brauchen den Zettel, anderen reicht das Verstehen. Beides ist legitim.

Kann ich mich auch nur beraten lassen, ohne gleich eine ganze Diagnostik zu machen?

Ja. Sie können uns Ihre Frage schildern, und wir klären gemeinsam, ob und welche Abklärung überhaupt sinnvoll ist. Niemand muss sich vorab festlegen.

Kann ich ADHS und Autismus gleichzeitig haben?

Ja. Dass beides zusammen auftritt, ist häufiger als lange angenommen. Die Merkmale überschneiden sich teilweise und können sich gegenseitig überdecken. Genau deshalb arbeiten wir differenzialdiagnostisch und schauen nicht nur auf eine mögliche Erklärung.

Geht die Diagnostik auch online?

Große Teile davon ja. Anamnese, Gespräche und viele Fragebögen lassen sich per gesicherter Videosprechstunde durchführen. Was vor Ort stattfinden sollte, besprechen wir individuell mit Ihnen.

Was passiert nach der Diagnose?

Sie erhalten eine ausführliche mündliche Rückmeldung und einen schriftlichen Befund. Wenn Sie möchten, kann sich direkt bei uns im Haus eine passende psychotherapeutische Begleitung anschließen — Sie müssen sich also nicht erneut auf eine Warteliste setzen lassen. Sie können den Befund aber auch einfach mitnehmen.

Der erste Schritt ist eine kurze Nachricht

Sie müssen Ihr Anliegen nicht ausformulieren und nichts vorbereiten. Schreiben Sie uns in zwei Sätzen, worum es geht — wir melden uns zurück und klären mit Ihnen, was passt.