Ostern bedeutet für viele Familie und Gemeinschaft — und für ebenso viele emotionale Herausforderung. Freie Tage sind nicht automatisch erholsame Tage. Wo Menschen zusammenkommen, kommen auch alte Dynamiken mit, und wo Erwartungen an schöne Feiertage hängen, entsteht Druck.
Deshalb möchten wir Ihnen neben guten Wünschen ein paar Impulse mitgeben.
Tipps für entspannte Feiertage
- Erlauben Sie sich echte Pausen. Ohne Produktivitätsdruck und ohne das Gefühl, die freie Zeit sinnvoll nutzen zu müssen. Nichtstun ist kein verschwendeter Tag.
- Sagen Sie auch mal Nein. Nicht jede Einladung muss angenommen, nicht jedes Gespräch zu Ende geführt werden. Ein früher Aufbruch ist besser als ein Abend, den Sie tagelang mit sich herumtragen.
- Gönnen Sie sich Zeit mit sich selbst. Lesen, spazieren gehen, abschalten. Auch eine halbe Stunde allein kann den Unterschied machen.
- Reden hilft. Mit vertrauten Menschen — und wenn es mehr braucht, auch professionell.
Wenn die Feiertage schwer werden
Für manche Menschen sind die Tage rund um Ostern besonders belastend: weil jemand fehlt, weil Konflikte in der Familie ungelöst sind oder weil die freie Zeit Raum für Gedanken lässt, die im Alltag keine Chance haben. Das ist kein Zeichen von Undankbarkeit. Es ist eine sehr verbreitete Erfahrung, über die selten gesprochen wird.
Wenn Sie in einer akuten Krise sind und sofort jemanden brauchen, ist die Telefonseelsorge rund um die Uhr kostenfrei erreichbar unter 0800 111 0 111 und 0800 111 0 222. In lebensbedrohlichen Situationen wählen Sie bitte die 112.
Nach den Feiertagen
Wir sind auch nach Ostern für Sie da. Genießen Sie die Feiertage auf Ihre Weise — mit Ruhe, Achtsamkeit und Selbstfürsorge. Und wenn Sie danach das Bedürfnis haben, über etwas zu sprechen: Schreiben Sie uns.
Themen: Selbstfürsorge · Achtsamkeit